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Der Vorschlag der Regierung, eine Zuschlagsteuer auf Immobilienkäufe durch Nicht-EU-Käufer zu erheben, wird erhebliche Auswirkungen auf den Immobiliensektor in Alicante haben. Der Einfluss wäre insbesondere in Gebieten, die stark vom Wohnimmobilientourismus abhängen, wie der Vega Baja, gravierend. Diese Region, ein wichtiger wirtschaftlicher Motor für Alicante, umfasst die Gemeinden Torrevieja und Orihuela, die beiden größten Zentren für ausländische Immobilienkäufer in der Provinz.
Allein in Torrevieja haben ausländische Käufer in der ersten Hälfte des Jahres 2024 3.117 Immobilien erworben, laut Daten des Notariatskollegiums von Valencia. Dies macht fast 20 % der insgesamt 15.919 Immobilienverkäufe aus, die in der gleichen Periode in der Provinz registriert wurden.
Um dies in Perspektive zu setzen, machten internationale Kunden laut den Zahlen des Euroval-Gutachters 82,7 % der Immobiliengeschäfte in Torrevieja aus.
Veränderte Demografie: Polen überholen Schweden
Während Schweden historisch die größte Gruppe ausländischer Käufer von Immobilien in Torrevieja waren, hat der Krieg in der Ukraine diesen Trend verändert. Polen stehen nun an erster Stelle und haben zwischen Januar und Juni 2024 598 Häuser gekauft, verglichen mit 288 von schwedischen Käufern. Ukrainer rangieren auf dem dritten Platz mit 281 erworbenen Immobilien.
Orihuela: Ein komplexer Markt
In Orihuela (insbesondere an der Orihuela-Costa) stellen Ausländer einen noch höheren Anteil am Markt dar, mit 85,9 % der Immobiliengeschäfte. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 verzeichneten Notare 2.354 Verkäufe, die internationale Käufer betrafen. Die Briten bleiben trotz des Brexit die aktivste Gruppe mit 427 Käufen, gefolgt von Belgiern (374) und Polen (218).
Die vorgeschlagene Steuer auf Nicht-EU-Käufer könnte den Immobilienmarkt von Orihuela-Costa unverhältnismäßig stark betreffen, da britische Käufer – die jetzt als Nicht-EU gelten – einen bedeutenden Teil der Kundschaft ausmachen.
Stadt Alicante: Eine vielfältige Käuferbasis
Über die Vega Baja hinaus ist die Stadt Alicante ein weiteres wichtiges Zentrum für ausländische Immobilienkäufe, mit 1.446 Transaktionen in der ersten Hälfte des Jahres 2024. Dies entspricht etwa 40 % des lokalen Immobilienmarktes.
Im Gegensatz zu anderen Gebieten zieht die Stadt Alicante eine vielfältigere Gruppe internationaler Käufer an. Algerier führen die Liste mit 190 Käufen an, was sowohl durch wirtschaftliche Migration als auch durch wohlhabende Algerier bedingt ist, die ein Ferienhaus oder ein potenzielles Asyl suchen. Weitere bemerkenswerte Nationalitäten sind Ukrainer (165), Italiener (101), Franzosen (95) und Russen (92).
Weitere wichtige Ziele
Das viertbeliebteste Ziel für ausländische Käufer ist Benidorm, wo 579 Transaktionen verzeichnet wurden. Obwohl der Anteil ausländischer Käufer niedriger ist – 44,7 % der Gesamtverkäufe – bleibt es ein bedeutender Markt, mit Polen und Russen, die die Nachfrage anführen.
Santa Pola belegt den fünften Platz, wobei Ausländer die Hälfte aller in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 verkauften Immobilien gekauft haben, insgesamt 516 Transaktionen. Polen waren erneut die prominentesten Käufer.
Das benachbarte Guardamar verzeichnete 471 Käufe von ausländischen Käufern, hauptsächlich Belgiern, während auch Calp (466 Verkäufe), Dénia (425), Elche (398) und Xàbia (369) auffällig waren.
Ein boomender Markt
Insgesamt waren ausländische Käufer von Januar bis Juni 2024 an 15.919 Immobiliengeschäften in der Provinz beteiligt,
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